"Klären statt ausziehen"

Nachbarschaftsmediation

Mediation in der Nachbarschaft, zwischen Mietern und Vermietern, Hausgemeinschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften.

 

Warum Mediation bei Nachbarschaftsstreitigkeiten?

Oft fängt es mit kleinen Streitigkeiten an. Häufig vergiften diese Streitigkeiten die Atmosphäre, der Hausfrieden ist gestört und wird für die Beteiligten auf Dauer zu einer großen Belastung. In einem frühen Stadium des Konflikts kann eine Eskalation durch Nachbarschaftsmediation verhindert werden.

 

Mediation ist nervenschonend und dient der Vermeidung von teuren Gerichtsverfahren, die keine wirkliche einvernehmliche Lösung des Konflikts zwischen den Nachbarn bieten. Im Gerichtsverfahren wird lediglich in einem bestimmten Fall entschieden. Mit dem Urteil sind meist nicht alle Beteiligten einverstanden. Die Konflikte verhärten sich nach Gerichtsverfahren oft noch mehr. Oft gehen gerichtliche Nachbarschaftsstreitigkeiten über mehrere Jahre. Die Rolle als Kläger oder Beklagter kann mehrmals wechseln, da es immer wieder um andere Konflikte zwischen den Parteien geht. Zunehmend sinkt die Lebensqualität der Parteien, die Kosten steigen.

 

Durch Mediation kann Gewalt unter Nachbarn vermieden werden, gegenseitige Strafanzeigen oder Auszug einer Partei sind nicht notwendig. Das Einvernehmen der Beteiligten wird schnell wieder hergestellt.

 

Bei der Nachbarschaftsmediation steht die Wiederherstellung guter nachbarschaftlicher Beziehungen im Vordergrund.

 

 

Häufige Konfliktfälle für Nachbarschaftsmediation:

  • über die Grundstücksgrenze hinauswachsende Pflanzen
  • Belästigung durch Lärm, Licht, Gerüche
  • von Tieren ausgehende Störungen
  • Nutzung von gemeinschaftlichen Räumen und Anlagen
  • Uneinigkeit in der Interpretation der Hausordnung
  • Differenzen bei Nebenkosten-, Mietzahlungen
  • Neubauten und Anbauten
  • Unterschiedliche Vorstellungen über Ordnung und Sauberkeit

 

Nachbarschaftsstreitikeiten können in einer Mediation bereits in wenigen Sitzungen aus der Welt geräumt werden. Aufgabe des Mediators ist es, dafür zu sorgen, dass jeder gehört und ein gegenseitiges Verständnis entwickelt wird, um zu einer für alle Beteiligten akzeptablen Einigung zu kommen.

 

Oft ist es dabei sinnvoll, dass jede Partei ein Einzelgespräch mit dem Mediator führt, bevor die Parteien sich dann gemeinsam an einen Tisch setzen. So kann in aller Ruhe geklärt werden, welche Themen in der Mediation besprochen werden sollen. Wenn die Parteien sich dann zu einem gemeinsamen Gespräch treffen, können sie ihre Sicht der Dinge darstellen und dem anderen zuhören.

 

Gelingt es, für die Bedürfnisse der anderen Seite Verständnis zu entwickeln, werden auch Lösungsmöglichkeiten denkbar.

 

Am Ende der Mediation wird eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Nachbarn stehen, die von beiden Seiten als fair, realistisch und umsetzbar empfunden wird. Weitere mögliche Konfliktthemen können zwischen den Nachbarn nach einer Mediation oft alleine und einvernehmlich geregelt werden.

 

Nachbarn kann man sich in den wenigsten Fällen aussuchen, man muss aber oft langfristig mit ihnen auskommen. Deshalb lohnt es sich, diese Dauerbeziehungen zu den Nachbarn zu pflegen und zu fördern.

 

Weitere Informationen:
1. Mieterschutz bei Eigenbedarf (Faltblatt des Bundesjustizministeriums zum Herunterladen)

Nachbarschaftsmediation, Hausgemeinschaften, Vermietern, Mietern